Tag

Hilfe zur Selbsthilfe

Afrika Bau Farm in Afrika

Wir bauen eine Farm in Afrika

Am 17. Juli 2017 war es soweit und in Olpirikata begann der Bau des langersehnten Bauernhofes. In dieser ersten Bauwoche waren 10 Männer vor Ort, die mit der Rodung des Landes starteten. Die insgesamt 18 Hektar waren der italienischen NGO „La Nostra Africa“ von den Massai für den Bau der Farm zur Verfügung gestellt worden. Die Farm ist von den Massai bereits vor Fertigstellung auf  den Namen „Acacia Camp“ getauft worden.

In der darauffolgenden Woche kam auch der Traktor und die Arbeiten schritten zügig voran.

Neugierig betrachten die Schulkinder den Baufortschritt.

 

Am 25. Juli 2017 wurde mit der Einzäunung des Bauernhofes begonnen. 43 Massai-Männer wollten sofort ihre Arbeit antreten. Leider mussten wir ihnen mitteilen, dass nur 10 von ihnen eine fixe Anstellung am Bauernhof bekommen. Wir hoffen, dass das Projekt schnell wächst!

Bis zum 20. August 2017 wurden auch 500 Aloe Vera Pflanzen entlang der 1 Km langen Grenze des „Acacia Camps“ gepflanzt. Die Aloe Vera sollen später dann zur Produktion einer Hautcreme verwendet werden.

 

Der Stall nimmt auch langsam konkrete Formen an.

Am 28. August 2017 ging es zum Viehkauf auf die Gogar Farm. Diese Farm gehört einem Engländer, der seit 1949 in Kenia lebt und heute auf 16.2 km2 Land 1.100 Kühe hält. Es wurden insgesamt 20 Kühe gekauft, wovon 2 bereits trächtig waren. Das erste Kalb des Acacia Camps wird im November zur Welt kommen und das zweite Kalb soll im März 2018 das Licht der Welt erblicken.

 

10 Tage später erfolgte die Lieferung der geimpften Kühe inklusive Stammbaum nach Olpirikata.

Endlich zuhause angekommen!

Kühe in ihrem neuen Zuhause.

Die Kühe in ihrem neuen Zuhause.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 8. September 2017 wurden bereits 40 Liter Milch gemolken, die dann am Markt von Kajiado zu 0.70 Cents pro Liter verkauft wurden. Dadurch können 7 Männer 3 Euro pro Tag verdienen. Am gleichen Abend wurden 28 gemolkene Liter direkt an die Bevölkerung von Olpirikata verkauft, die vor dem Bauernhof Schlange standen, um Milch kaufen zu können.

In der darauffolgenden Woche wurde mit dem Anbau begonnen. Die Milchproduktion ist gut angelaufen. Jede Kuh gibt circa 10 Liter pro Tag – in der Regel dauert es mindestens einen Monat bis die Nahrungszufuhr und die Milchproduktion einigermassen gut eingestellt sind. Derzeit muss die Milch nicht mal nach Kajiado gebracht werden, da die Nachfrage in Olpirikata so gross ist. Ausserdem kommen auch Leute aus anderen Gemeinden wie Karero, Ilailupa und Rruya, die Milch kaufen wollen.

Am 28. September 2017 war Zahltag und die Männer sind sehr stolz auf ihre Arbeit und die produzierte Milch.

Lorenzo, ein Student an der Universität Mailand schreibt seine Diplomarbeit über das Projekt und der gute Projektfortschritt ist auch ihm und seinem Einsatz zu verdanken.

Es gibt sogar eine Liste mit Regeln für den Stall, welcher sehr ordentlich und sauber daherkommt. Die Sauberkeit ist auch der Tatsache geschuldet, dass die Männer wegen Unordentlichkeit eine Woche lang nicht bezahlt wurden.

Englische Regeln für das Verhalten der Arbeiter auf dem Bauernhof.

Regeln für das Verhalten im und um den Bauernhof.

Es wurden auch bereits angepflanzt und in circa einem Monat wird es das erste Gemüse geben. Wir werden darüber berichten.

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Tag des afrikanischen Kindes

Anlässlich des Tag des afrikanischen Kindes möchten wir ein gelungenes Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe präsentieren.

Bei einer Gesamtbevölkerung von 52.5 Mio Einwohnern (Stand Juli 2016) weist Tansania eine Analphabetenquote von fast 30% auf, d.h. 5.1 Mio Frauen und 3.5 Mio Männer über 15 Jahre können nicht schreiben und lesen!
Im Vergleich dazu sind in Kenia 22% der Bevölkerung und in Kambdoscha 23% der Bevölkerung über 15 Jahre nicht des Lesens und Schreibens mächtig.
In Tansania gibt es seit 2015 eine Hotelfachschule, die von einer lieben Freundin geleitet wird.

Projektidee

Empowerment von jungen, mittellosen Frauen: Von der Armut zur wirtschaftlichen und sozialen Unabhängigkeit.
Berufsausbildung ist ein erfolgreiches Instrument zur finanziellen Unabhängigkeit. In Tansania ist der Zugang zum ohnehin unzureichenden Bildungsangebot für junge Frauen aus den sozial tiefsten Schichten extrem schwierig. Dadurch ist ihnen auch oft der Zugang zum Arbeitsmarkt und damit zur finanziellen Unabhängigkeit verwehrt. Sehr oft werden sie früh verheiratet und ihre Kinder werden in eine Negativspirale hineingeboren.

Andererseits wächst der Tourismus in Moshi (Ausgangsort für Besteigung des Kilimandjaro) und es gibt eine wachsende Nachfrage nach qualifizierten Arbeitskräften in der Hotellerie. Die Hotel-Berufsschule der More-Than-A-Drop-Foundation vergrössert das Berufsausbildungsangebot in Moshi substantiell.

B&B der Hotelfachschule More Than A Drop in Moshi, Tansania

Blick auf das B&B

Darüber hinaus betreibt diese Hotelfachschule ein Bed & Breakfast, das äusserst empfehlenswert ist, da es mit sehr viel Liebe zum Detail geführt wird und darüber hinaus auch noch ein kleines vegetarisches Restaurant hat.

Blick auf das Restaurant der Hotelfachschule More Than A Drop in Moshi, Tansania

Charmantes Restaurant mit vegetarischer Karte

Umsetzung

Die 2015 gegründete Schule gibt maximal 35 Mädchen zwischen 18 und 21 Jahren aus ärmlichsten Verhältnissen die Möglichkeit, eine 12monatige Berufslehre zu besuchen. Diese Ausbildung eröffnet motivierten und aus Slums und ländlichen Gebieten stammenden Mädchen den Zugang zum Arbeitsmarkt.

Der erste Jahrgang startete im Juli 2015. Unterrichtet werden folgende Fächer

  • Englisch (12 Stunden pro Woche)
  • Kochen und Service (15 Stunden pro Woche)
  • Housekeeping (10 Stunden pro Woche)
  • Sport – Gartenarbeit (5 Stunden pro Woche)
  • Soft skills (Selbstverantwortung, Selbstkontrolle, Motivation)

Darüber hinaus können die Schülerinnen das theoretisch erworbene Wissen sofort im integrierten Bed & Breakfast mit 10 Zimmern und dem Restaurant für 30 Gäste praktisch umsetzen.

Zwei Kochschülerinnen vor der Tafel mit dem Rezept

Ausbildungskonzept

„Förderung durch Fordern“ ist das Motto des Konzepts und wird mit einer klaren und engen Betreuung auch konsequent umgesetzt. Disziplin, Motivation und Eigenverantwortung werden eingefordert, was für die Schülerinnen eine grosse Herausforderung darstellt, vor allem, wenn man bedenkt, dass

  • keine der Schülerinnen über eine abgeschlossene Primarschule verfügt.
  • der letzte Schulbesuch drei bis sechs Jahre zurückliegt.
  • die Schülerinnen nie gelernt haben zu lernen.
  • die Schülerinnen noch nie Hausaufgaben machen mussten.

 

Abschlussklasse 2016

Im September 2016 fand die erste Abschlussfeier statt. 30 Schülerinnen haben die Ausbildung erfolgreich beendet. Davon wurden 25 erfolgreich vermittelt und konnten ihre Stelle antreten und 5 Mädchen haben Bewerbungen platziert.

Abschlussklasse 2016

 

More Than A Drop sucht Freiwillige

Für dieses spannende und mitreissende Projekt werden Freiwillige gesucht. Die ambitionierten Ziele umfassen einerseits die wirtschaftliche Unabhängigkeit des Projekts und die Platzierung von möglichst vielen Schülerinnen.

Gesucht werden Freiwillige für die Erreichung dieser ehrgeizigen Ziele, und zwar für folgende Aktivitäten

  • Koordination Schweiz
    • PR
    • Rekrutierung von Freiwilligen
    • Spendengenerierung
  • Social Media Spezialist/in für die Vermarktung der Zimmer und des Restaurants
  • Ausgebildeter Koch/Köchin/Restaurantexperte für die Erweiterung des kulinarischen Angebots.

Kontakt für Freiwillige

Nicola Spring (n.spring@morethanadrop.org)

 

Kambodscha Safe House

Tag der Nähmaschine

Der Tag der Nähmaschine findet statt am 13. Juni 2017. Die Nähmaschine dient zur mechanischen Herstellung einer Naht. Die erste arbeitsfähige Nähmaschine für Schuhmacher baute der Engländer Thomas Saint 1790, der seinen Entwurf patentieren liess. Obwohl Saints Patent als sehr fortschrittlich galt, konnte er seine Konstruktionspläne nie in die Realität umsetzen.  Seine Pläne wurden 1874 für das Londoner Science Museum durch William Newton Wilson nachgebaut. Die Maschine war ganz aus Holz. Das zumindest sagt der Kleine Kalender über die Nähmaschine.

In Battambang hat die Nähmaschine einen sehr hohen Stellenwert. Stellt sie doch ein wichtiges Instrument zu einer zukünftigen Einkommensquelle dar. Im Safe House wird derzeit die dritte Klasse an Schneiderlehrlingen ausgebildet. Dieses Jahr besuchen 18 Mädchen die einjährige Schneiderausbildung im Safe House. Dank dieser Ausbildung haben bereits viele Mädchen eine Arbeitsstelle gefunden. Darüber hinaus hat das Safe House bereits drei Schneiderateliers finanziert, d.h. es wurden Nähmaschinen, Spiegel, Stoff und Nähutensilien zur Verfügung gestellt, damit die Mädchen in ihren Heimatdörfern Schneiderateliers eröffnen konnten.

Derzeit verfügt das Safe House über 17 Nähmaschinen für die Lehrlinge und 5 Nähmaschinen für die kleine Produktion.

Auch das Schnitt zeichnen will gelernt und geübt sein. Die Fähigkeit, einen Schnitt zu zeichnen und dabei auch genau zu arbeiten, ist ein wichtiger Bestandteil der Ausbildung zur Schneiderin.